Golfballgroße Hagelkörner in Diedelsheim

Gestern Abend traf das angekündigte Unwetter in Diedelsheim ein. Zuerst sah es nur nach ein wenig Trockengewitter aus. Das gibt es hier ja öfters, daß man nur die Ausläufer eines Gewitters erlebt und von gewittrigen Niederschlägen weitgehend verschont bleibt.

Hagel in Bretten-DiedelsheimWas dann jedoch kurz vor 19 Uhr hereinbrach war mir gänzlich neu! Ohrenbetäubender Lärm und Einschläge, daß ich dachte draußen wäre der Krieg ausgebrochen. Ein Blick aus dem Fenster ließ mich zuerst nicht recht glauben was ich da sah: Hagelkörner in der Größe von ausgewachsenen Golfbällen! Aber es war tatsächlich so. Zunehmend kamen immer mehr Hagelkörner vom Himmel geprasselt. Und alle in Dimensionen zwischen Murmeln und Golfbällen. Ein Aufenthalt im Freien wäre da sicherlich schon sehrGolfballgrosses Hagelkorn in Bretten-Diedelsheimgefährlich gewesen. Und selbst die Querschläger die von Dächern oder Geländern abprallten hatten so eine enorme Wucht, daß selbst ein stabiler Unterstand kein echter Schutz gewesen wäre. Nach etwa zehn Minuten ließ der Hagel zwar noch nicht nach, aber die einzelnen Hagelkörner wurden wenigstens etwas kleiner. Dann ging der Hagel zunehmend in Starkregen über.

(Das abgebildete Hagelkorn ist übrigens nicht das größte, das ich gesehen habe. Es war lediglich eines der größeren die ich gefahrlos erreichen konnte. Und es war zum Zeitpunkt des Fotos auch schon etwas angeschmolzen. Ohne Übertreibung schätze ich die größten Hagelkörner auf bis zu 50 / 55 mm Durchmesser!)

Hochwasser in DiedelsheimDieser Starkregen führte dann zu zahlreichen Überschwemmungen. Neben gefluteten Kellern und Garagen standen auch die tiefer gelegenen Stellen von Diedelsheim schnell unter Wasser. So die Kreuzung bei der Schule und auch die bei der Apotheke. Somit war das gesamte Wohngebiet rund um die Richard-Wagner-Straße von der Außenwelt abgeschnitten.

Auch von Bretten kamen verschiedene Meldungen. Der Hagel war hier jedoch in der Regel mit bis zu drei Zentimetern Durchmesser deutlich kleiner. Aber Hochwasser gab es natürlich auch in Bretten zur Genüge. Zwischenzeitlich stand wohl der große Kreisverkehr unter Wasser und auch das Krankenhaus konnte wegen der gefluteten Unterführung vorübergehend nicht mehr angefahren werden.

Wenigstens ließ der Niederschlag recht schnell vollständig nach, so daß die überforderte Kanalisation eine Chance hatte den Wassermassen wieder Herr zu werden.

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